CHEM - universelle Zahnradpumpe zum Fördern niedrig- bis mittelviskoser Flüssigkeiten

CHEM Zahnradpumpe zur Förderung und Dosierung niedrig bis mittelviskoser Medien. Der Anwendungsbereich erstreckt sich von klassischen Transfer- und Dosieraufgaben in der chemischen und pharmazeutischen Industrie bis hin zum Fördern von Monomeren, Oligomeren und Prepolymeren in der Polymerherstellung. Durch jahrzehntelange Konstruktionserfahrung und optimale Materialauswahl ist dieser Pumpentyp selbst für schwierigste Aufgaben geeignet und überzeugt durch seine Zuverlässigkeit und Dosiergenauigkeit in Vakuum- wie auch Hochdruckanwendungen. Typische Einsatzbereiche für diesen Pumpentyp ergeben sich in der Chemie-, Kosmetik-, Lebensmittelindustrie, Petrochemie und Polymerindustrie.

Die Baureihe CHEM eignet sich auch für den Lebensmittelbereich zur Förderung von z.B. Butter, Margarine oder Pflanzenölen.

Pumpen dieses Typs können sowohl beheizt als auch unbeheizt ausgeführt werden. Das modulare WITTE-Baukastensystem für Gleitlager, Zahnräder und Wellendichtungen bietet ein Größtmaß an Flexibilität für den Anwender.


Technische Ausführungen

Gehäuse
Unlegierter und legierter Stahl · Tantal · Titan · Hastelloy · Keramik

Zahnräder
1.4112 aber auch alle anderen verarbeitbaren Keramik- und Metallwerkstoffe, wie z.B. 1.4571, Ferralium, Ferro Titanit, Hastelloy, etc. · optional mit Beschichtung · Geradverzahnung

Gleitlager
Kohle · NiAg (Nickel-Silber) · Siliziumkabid · Zirkonoxyd · Werkzeugstahl · Alu-Bronze · Spezialwerkstoffe · optional mit Beschichtung

Wellendichtungen
Einfach innenliegende, einfach außenliegende oder doppelte Gleitringdichtung · Stopfbuchse · Magnetkupplung

Beheizung
Dampf · Wasser · Wärmeträgeröl · Elektrisch

Betriebsparameter

Viskosität
0,5 bis 10.000.000 mPas

Temperatur
Bis 300°C · höhere Temperaturen auf Anfrage

Saugdruck
Vakuum bis max. 15 bar, Magnetantrieb auch höher

Förderdruck/ Differenzdruck

Bis 120 bar

Die aufgeführten Werte sind Maximalwerte und dürfen unter Umständen nicht gemeinsam auftreten.

Pumpengrößen
Von 22/6 (1,28 ccm/U – 20 l/h) bis 280/280 (12.00 ccm/U – 170.000 l/h)


Anwendungsbeispiele

Organische und anorganische Chemikalien
Alkohole · Additive · Basen · Ester · Glyzerin · Harze · Härter · Isocyanate · Monomere · Öle · Phenole · Säuren · Biodiesel · Asphalt · Bitumen · Teer · Hotmelt · Klebstoffe · Wachse · etc.

Polymere
Cellulose · Nylon 66 · Prepolymere · etc.

Lebensmittel
Pflanzenöle · Butter · Margarine · Aromastoffe · Schokolade · Fondant · Lakritz · Kaugummimasse · Vitamine · Sirup · Gelatine · etc.

Pharmazeutische und kosmetische Produkte
Aminosäuren · Lotion · Shampoo · Vitamine · etc.

Unterschiedliche Gleitringdichtungen und Ihre Eigenschaften


GLRD einfach (ED)
Druckseite Saugseite:
1...max. 15 bar (abs.)
Viskosität: 0,2-50.000 mPas
Temperatur: 300°C
GLRD Vakuum (AD), drucklos gesperrt
Druckseite Saugseite:
Vakuum bis max. 5 bar
Viskosität: 0,2-100.000 mPas
Temperatur: 250°C
GLRD doppelt (DD), gesperrt
Druckseite Saugseite:
Vakuum...max. 15 bar (abs.)
Viskosität: 0,2-1.000.000 mPas
Temperatur: 300°C

CHEM MAGNET – hermetisch dicht für den sicheren Betrieb kritischer Medien

Die CHEM Magnet ist im Prinzip wie die CHEM aufgebaut, jedoch wird als Wellendichtung eine Synchron-Magnetkupplung eingesetzt. Diese arbeitet ohne Schlupf, d.h. die Pumpendrehzahl entspricht immer der Antriebsdrehzahl, solange der Lastmoment nicht das Nennmoment der Magnetkupplung übersteigt.

Die Magnetkupplung eignet sich für die Förderung von giftigen oder brennbaren Stoffen, wie auch für den Einsatz bei hohen Systemdrücken. Sonderausführungen können für die Eingangsdrücke bis 700 bar eingesetzt werden.

Der Spalttopf der Magnetkupplung kann doppelwandig ausgeführt werden. Der Doppelmantel dient zur Beheizung des Spalttopfes. Für besonders kritische Prozesse kann der doppelwandige Spalttopf optional mit einer Leckageüberwachung ausgestattet werden. Zur Erkennung von Beschädigungen wird der Spalttopf mit Inertgas gefüllt. Entweicht dieses Gas nach außen oder innen, je nach dem, welcher Mantel beschädigt ist, sorgt ein Drucksensor für einen Alarm. Da immer noch eine Schale des doppelten Spalttopfes intakt ist, wird zuverlässig eine sonst mögliche Leckage des gefährlichen Fördermediums in die Umwelt unterbunden.

Als Besonderheit der WITTE Magnetkupplung ist die separate Lagerung des inneren Magnetrotors hervorzuheben. Dadurch wird sichergestellt, dass ausschließlich Drehmoment auf die Antriebswelle der Pumpe übertragen wird. Das verhältnismäßig hohe Gewicht des Innenrotors wird durch diese eigene Lagerung abgefangen, die Gleitlager der Pumpe werden entlastet.

Ein weiterer Vorteil dieser Bauart ist, dass bei einlaufenden oder beschädigten Pumpenlagern nicht die Gefahr besteht, dass der innere Rotor den Spalttopf berührt und beschädigt.

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