POLY - Zahnradpumpe für den Austrag
POLY
Hochdruck-Zahnradpumpe für den Austrag mittel- bis hochviskoser Medien aus dem
Reaktor. Die extra große Einlassöffnung garantiert gleichmäßigen Produktfluss
zu den Zahnrädern, selbst unter Vakuum- oder extrem niedrigen NPSH-Bedingungen.
Ausführungen
entweder mit runder Einlassöffnung, bei der der Saugflansch der Pumpe direkt
mit dem Auslassflansch des Reaktors verbunden wird, oder als
Low-NPSH-Ausführung, bei der die Pumpe zwischen Pumpenaustritts- und Reaktorflansch befestigt bzw. eingespannt
wird. Bei dieser sogenannten NPSH-Ausführung sorgen die kürzere Einlaufstrecke
in Verbindung mit der größtmöglichen
Einlassöffnung für eine weitere Reduzierung des saugseitigen Druckverlustes.
Technische
Ausführung
Gehäuse
Unlegierter und legierter Stahl · Stahlguss · optional mit Beschichtung
Zahnräder
Nitrierstahl · Werkzeugstahl · Spezialstahl · optional mit Beschichtung · Schrägverzahnung · Pfeilverzahnung
Gleitlager
Werkzeugstahl · NiAg (Nickel-Silber) · Al-Bronze · Spezialwerkstoffe · optional mit Beschichtung
Wellendichtungen
(Vakuum-) Gewindewellendichtung · Stopfbuchse · Kombination von Gewindewellendichtung und Stopfbuchse · doppelte, gesperrte Gleitringdichtung
Beheizung
Wärmeträgeröl · Dampf
Betriebsparameter
Viskosität Bis 40.000 Pas
Temperatur Bis 350°C
Saugdruck Vakuum bis max. 40 bar
Differenzdruck Bis 250 bar
Aufgeführte Werte sind Maximalwerte und
dürfen unter Umständen nicht gemeinsam auftreten.
Pumpengrößen
Von 22/22 (4,7 ccm/U – 10 kg/h)
bis 280/280 (12.000 ccm/U – 30.000 kg/h). Zwischengrößen mit
breiteren Zahnrädern für geringere Differenzdrücke sind standardmäßig
erhältlich, z.B. 152/254 (3.170 ccm/U).
Polymerverarbeitung
PET · PBT · PA · PC · PS · SAN · ABS · HIPS · PP · PE · POM · Biopolymere
Es gibt 2 Arten der POLY:
a) normale Ausführung: der Saugflansch ist gleichzeitig der Befestigungsflansch zum Reaktor.
b) die LOW-NPSH-Ausführung: hier ist der Befestigungsflansch als Losflansch vorgesehen und sitzt an der Druckseite der Pumpe. Die Pumpe wird zwischen dem Losflansch und dem Reaktorflansch eingespannt. Durch diese Bauart lässt sich eine extrem große und kurze Saugöffnung in das Gehäuse einbringen. Die Öffnung kann rund, quadratisch oder auch rechteckig sein.
Low-NPSH-Ausführung
Der Druckverlust auf der Saugseite der Pumpe hängt von mehreren Faktoren ab. Parameter wie Viskosität und Durchsatz sind vom Prozeß weitestgehend vorgegeben. Gemäß dem Hagen-Poiseuillschen-Gesetz ist der Druckverlust linear proportional zur Einlaufstrecke und umgekehrt proportional zur vierten Potenz des Durchmessers. Die einzigartige WITTE Low-NPSH-Ausführung baut auf eben diesen Erkenntnissen auf und bietet eine extrem große und kurze Saugöffnung.
Bei der Low-NPSH-Ausführung ist der Befestigungsflansch als Losflansch vorgesehen und sitzt an der Druckseite der Pumpe. Die Pumpe selbst wird zwischen dem Losflansch und dem Reaktorflansch eingespannt. Durch diese Ausführung läßt sich eine extrem große und kurze Saugöffnung in das Gehäuse einbringen. Die Form der Öffnung ist variabel und kann z.B. rund, quadratisch oder auch rechteckig sein.
Durch den auf ein Minimum reduzierten saugseitigen Druckverlust können selbst kritischte Anwendungen, wie z.B. der Austrag höchstviskoser oder schäumender Schmelzen, zuverlässig realisiert werden.
Vakuum-GWD mit Stopfbuche
Die Vakuum Gewindewellendichtung ist eine spezielle Ausführung der Gewindewellendichtung und kann ebenfalls beheizt oder gekühlt ausgeführt werden. Der Rückstrom zur Saugseite wird mittels eines Nadelventils eingestellt, sodass das angedrosselte Produkt eine Barriere bildet. Dadurch ist es möglich, die Pumpe bei Vakuumbedingungen an der Saugseite zu betreiben. Da es sich um eine dynamische Dichtung handelt, wird sie oftmals mit einer doppelten, gesperrten Stopfbuchse kombiniert. Diese Kombination verhindert auch beim Stillstand der Pumpe Lufteintrag in den Reaktor.
Vakuum-GWD mit Lippendichtung
Die Vakuum-Gewindewellendichtung kann alternativ auch mit einer Lippendichtung als statische Wellendichtung kombiniert werden. Wie bei der Stopfbuchspackung bildet dabei das Sperrmedium die erforderliche Barriere, um bei Stillstand der Pumpe Lufteintrag über die Wellendichtung zuverlässig zu verhindern.
Stopfbuchse
Die Stopfbuchse ist eine einfache (statische) Dichtung für WITTE Zahnradpumpen. Sie kann auf Wunsch auch gesperrt ausgeführt werden. Ihr Anwendungsgebiet ist ähnlich dem der Gewindewellendichtung. Als Standardmaterial für die Packungsringe wir Graphit verwendet, selbstverständlich sind aber auch andere Materialien verfügbar.
Vakuum-GWD mit Stopfbuchse

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Vakuum-GWD mit Lippendichtung

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Stopfbuchse, gesperrt

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Druck Saugseite:
Vakuum bis max. 10 bar
Viskosität: 10 – 40.000 Pas
Temperatur: max. 350°C |
Druck Saugseite:
Vakuum bis max. 10 bar
Viskosität: 10 – 20.000 Pas
Temperatur: max. 275°C |
Druckseite Saugseite:
Vakuum ...max. 10 bar
Viskosität: 0,001 – 10.000 Pas
Temperatur: max. 300°C |
Pfeilverzahnung
Die Pfeilverzahnung reduziert die Pulsation des Fördermediums gegenüber den schräg- und gradverzahnten Zahnrädern. Besonders für Polymere ist dies ein Vorteil.
Hochgefüllte Produkte werden besser gefördert, da die Verdrängung aus den Zahnzwischenräumen durch die starke Schrägung leichter erfolgt. Weiterhin ist das Polymer geringerem Streß ausgesetzt. Dies ist vorteilhaft für besonders hochempfindliche Polymere sowohl die Scherung als auch die Erwärmung während des Pumpenvorganges wird reduziert.
Bestehende Zahnradpumpen können auf die Pfeilverzahnung umgerüstet werden. Es müssen lediglich die Gleitlager und die Wellen ausgetauscht werden. Erhältlich sind die Größen 4 (45/45) bis 11 (224/224).
Die Vorteile auf einen Blick:
- Größere Durchmesser der Wellenzapfen, daher höherer Differenzdruck
- Weniger Pulsation
- Geringere Belastung des Polymers/ Scherung
- Geringere Erwärmung des Produktes
- Umbau bestehender Pumpen möglich
Detaillierte Informationen als PDF